Orgel


Die vielen Jahre, die Bernard Brauchli dem Studium des Klavichordes und seines Repertoires widmete, führten naturgemäß zur Orgel; ganz besonders beschäftigt ihn die Musik der südeuropäischen Raumes und die Kammerorgel. Die Erfahrung in der Aufführung alter Klaviermusik der 16. bis 18. Jahrhunderten erlaubt ihm die Klangfülle der frühen Orgeln darzustellen. Seine zwei Orgelschallplatten, eine von der ältesten Orgel in Portugal in der Kathedrale von Evora, und die andere von einer aus dem Piemont, von Giovanni Bruna im Jahre 1794 in Magnano (Italien) gebaute Orgel, wurden von der Kritik und dem Publikum sehr hoch geschätzt. Die Konzerte von Bernard Brauchli auf historischen Orgeln in Europa (Sitten, Schweiz; Faro und Mafra, Portugal; mehrere italienische Orgeln aus dem 18. Jahrhundert, usw.) und in den Vereinigten Staaten hatten immer sehr großen Erfolg.

Positiv organ von Gabriel Blancafort (Collbatò, Spagnen, 1978), [1 Tastatur, C-fa’’’, 8’. 4’, 4’, Nasard, Mixture 4 Reihen]

Programmvorschläge


Drei Jahrhunderte von iberischer Orgelmusik, 1500 to 1800

Werke von di A. de Cabezón, M. R. Coelho, P. Bruna, P. de Araújo, P. Nassarre, J. Cabanilles, V. Hervás, S. Durón, J. Oxinaga, M. de Sostoa, A. Soler

Italienische Orgelmusik aus dem XVI. bis XVIII. Jahrhundert

Werke von A. Antico, A. Gabrieli, G. Cavazzoni, A. Valente, G. Frescobaldi, D. Zipoli, G. B. Martini, V. Bellini, D. Cimarosa

Orgelmusik aus dem XIV. bis XVIII. Jahrhundert

Werke von C. Paumann, S. Aguilera de Heredia, P. de Araújo, L. Chaumont, A. Scarlatti, D. Cimarosa

Die frühe Orgel

Werke von H. Aston, P. Attaingnant, H. Newsiedler, J. A. Dalza, A. Valente, M. R. Coelho, Chr. Erbach, Ign. de Echeverria, J. do Sacramento, C. Seixas, J. de Sousa Carvalho, S. de Alberto, A. Soler

Rezensionen


„Das war ein frisches, angenehmes, luftiges musikalisches Ereignis in jeder Hinsicht; was gespielt wurde, wer es spielte, und wo es gespielt wurde. Brauchli spielte mit Schwung und Vertrauen, so daß man überzeugt war, daß das Busch-Reisinger Museum der Platz war, wo man außerordentliches Vergnügen von höchster Qualität an einem Freitag Abend haben konnte.“

The Boston Globe (U.S.A.), Richard Buell

„Bernard Brauchli, mit seinem riesigen Talent und seiner perfekten Beherrschung des Instrumentes, nützte die Orgel von Valère, welche die älteste bespielbare Orgel in der Welt ist, vollkommen aus. In den Händen eines solchen Experten war es klar, daß diese Orgel nicht nur ein unschätzbares Kleinod ist, sondern auch ein Musikinstrument, das die anspruchsvollsten Liebhaber der Musik bezaubern kann, dank der Anmut seines außerordentlichen Klanges und des Könnens dieses Künstlers.“

Le Nouvelliste (Sion, Schweiz), J. Steinmann

„Ich bin von einem Duo, Yuko Hayashi und Bernard Brauchli, das ich zufällig in einem Recital gehört habe, wo sie eine Reihe von Soler Konzerten auf zwei Kammerorgeln spielten, sehr beeindruckt gewesen.“

The New Yorker (U.S.A.), Nicholas Kenyon

„Die anspruchsvolle Interpretation Bernard Brauchlis dieses Repertoires [Iberische Orgelmusik aus dem 16. bis 18. Jahrhunderts] scheint gerade richtig zu sein; die ideale Kombination dieser Musik mit dieser Orgel ist evident. Die Aufführung von Bernard Brauchli ist durchaus sauber, präzise und klar, und ist bemerkenswert für ihren natürlichen Ausdruck, welcher vollkommen zweckdienlich scheint.“

Early Music (England), John Kitchen

„Bernard Brauchli, ein profunder Kenner spanischer Orgelmusik, hat sich glücklicherweise auf die Werke spanischer Komponisten zwischen dem 16. bis 18. Jahrhundert beschränkt und die Auswahl so getroffen, daß die Orgel sowohl als kammermusikalisches Instrument als auch in ihrer ganzen Pracht zum Klingen kommt. Eine außergewöhnlich schöne Orgelaufnahme.“

Alte Musik Aktuell (Deutschland), Rüdiger Schwarz

„Diese CD [The Organ of Evora Cathedral] enthält die sinnlichste Orgelmusik, die zu hören man sich wünschen kann. Es gibt eine zauberhafte Qualität die diese Musik hervorbringt, und von der Brauchli weiß, sie zu ihrer vollen Großartigkeit zu bringen. In jeder Hinsicht ist diese CD außerordentlich, und Sie würden sich selbst schaden, wenn Sie sie nicht hören.“

The National Guide to Compact Discs (U.S.A.)

„Durch das gesamte Programm ist die Klaviertechnik des Schweizer Musikers Bernard Brauchli sicher und leicht und zeigt deutlich seine Liebe und Erfahrung für dieses relativ unbekannte Gebiet der Orgelkultur. Mehr von diesen Produktionen aus seiner Bibliothek würden willkommene Zusätze zur Discographie sein.“

The Diapason (U.S.A)